Die Analyse im SEO DIVER umfasst derzeit acht Suchmärkte. Darunter sind die fünf wichtigsten europäischen Märkte Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Zusätzlich erfasst der DIVER auch die organischen Suchergebnisse in den USA sowie die der benachbarten Länder Österreich und der Schweiz. Laut einem aktuellen Beitrag im Sistrix Blog gibt es einen gravierenden Unterschied im Ländervergleich in der Anzahl der Domains in den organischen Google-Suchergebnissen. Grund genug für uns diese Daten mit unserer eigenen Datenbasis zu verifizieren und entsprechend um die Suchmärkte US, CH und AT zu erweitern.
Zur Erläuterung der Daten: Ausgewertet wurden die Top 50 der organischen Suchergebnisse eines regionalen Suchmarktes basierend auf einem ausgewogenen Keywordset von ca. einer halben Millionen unterschiedlicher Keywords.
Trotz dessen, dass “nur” die Top 50 der organischen Ergebnisse analysiert wurden, zeigen die ersten fünf Säulen (DE,UK,FR,ES,IT) im Chart eine starke Ähnlichkeit mit den Ergebnissen der Sistrix-Auswertung. Interessant sind die Suchmärkte Österreich und Schweiz in denen man einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den drei Ländern (Frankreich, Spanien und Italien) erkennen kann. Auf den ersten Blick könnte man schlussfolgern, dass es in Frankreich, Italien und Spanien wesentlich weniger Wettbewerb im organischen Index gibt und es wesentlich weniger Domains sich den Traffic teilen.
Auf den zweiten Blick könnte man auch ableiten, dass es in diesen drei Ländern einfach im Durchschnitt mehr Seiten und Portale gibt, die eine größere Anzahl an Inhalten abbilden können. Die extreme Domain-Vielfalt in den USA unterliegt unserer Meinung nach auch dem Umstand, dass es generell wesentlich mehr Webmaster gibt die diesen Index mit sehr speziellen und nischenfüllenden Inhalten bedienen als in anderen Ländern. Man könnte daraus das Fazit schließen, dass mit einer zunehmenden Anzahl der verfügbaren Inhalte auch die Anzahl der Domains in den SERPs korreliert.
Eine Korrelation zwischen Anfrage (Search Demand) und Angebot (relevante Webseiten) gibt es unserer Meinung nach nicht – da unserer Analyse nach das totale Suchvolumen sich zum Beispiel zwischen DE und FR nicht sonderlich unterscheidet, im Gegenteil durch die Verbreitung der französischen Sprache (Kanada, afrikanische Staaten, pazifische Staaten) sogar dem deutschen Volumen überlegen ist.
Werfen wir ein Blick auf die Verteilung in den Top 10:
Ein sehr deckendes Bild im Vergleich zur Auswertung im Sistrix Blog. Man erkennt hierbei etwas stärker die Tendenz einer stärkeren Domainvielfalt in der Schweiz, gegenüber dem Nachbarn Österreich. Interessant ist aber auch die USA, welche trotz der absoluten Überlegenheit in den Top 50 sich in den Top 10 noch hinter Deutschland einreiht.
Damit könnte man behaupten, dass der Wettbewerb in den Deutschen Top 10 größer ist als in den USA!
Die nächste Auswertung verifiziert die Anzahl der Keywords pro Domain in den Top 50:
Die Zahlen differieren ein wenig im Vergleich zur Sistrix-Studie, allerdings untersucht die verwendete Datenbasis auch nur die Top 50 und nicht die Top 100 der organischen Ergebnisse. Zudem differiert natürlich die verwendete Keywordbasis. Das Schlusslicht dieser Analyse bildet die USA, bei der im Schnitt jede Domain nur gerade mal 8,5 Keywords in den Top 50 besitzt. In Anbetracht dessen, dass die USA das Land der Marken und unbegrenzten Budgets ist, kann man davon ausgehen, dass die Kluft zwischen denen die 80.000 Keywords bedienen und denen die 1 Keyword bedienen sehr groß sein dürfte.
Für den europäischen Raum kommen wir allerdings auch zu dem Schluss, dass Italien zurzeit das geheime SEO Eldorado ist und sich in diesem Land die wenigsten Domains den meisten Traffic teilen.














Mathias
19.01.2011 - 20:06schrieb am:
Vielen Dank für die interessanten Statistiken. Ich hätte nicht gedacht, dass der deutsche Markt umkämpfter ist als der französische. Ich dachte schon, dass die Franzosen als kaufkräftiges Volk mehr Wettbewerb hätten als die Deutschen.
Thomas
20.01.2011 - 19:21schrieb am:
Ich denke ja, dass Spanien das richtige Land ist um dort SEO zu betreiben. Denn immerhin sind in den Top10 in Spanien die wenigsten Domains zu finden und das im Vergleich mit vergleichsweise vielen Keywords pro Domain im Vergleich zu Deutschland. Ich denke die Top 10 können also in ES durchaus noch ein paar Konkurrenz-Webseiten vertragen ;-)
Felix
21.01.2011 - 07:23schrieb am:
Könnte es vielleicht aber auch so sein, dass nicht SEO in Italien oder Spanien einfacher ist, sondern sich das Linkverhalten der Südländer vielleicht eher so verhält, dass sie lieber große Webseiten anlinken und kleinere Seiten eher noch so gerne verlinken. Also eine anders ausgeprägte Form von Linkgeiz?
David
07.02.2011 - 09:34schrieb am:
Es gibt allerdings nicht so viele Italiener, die im Netz sind…. laut Wiki ca. 30 Mio. Es ist also (bisher) auch nur halb so viel Platz für Wettbewerb.
Bevor jemand also hier nach geheimen Goldschätzen sucht, würde ich raten, größere Sprachräume wie Spanisch, Chinesisch, Hindi anzugehen…
Siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_number_of_Internet_users